|
Hilfe bei Schmerzen Schmerzen treten immer dann auf, wenn wir Sie am allerwenigsten brauchen, und beeinträchtigen dann unser Wohlbefinden Schmerzen sind eine wichtige Schutzfunktion unseres Körpers, die uns sagt, dass etwas nicht stimmt. Sie können verschiedene Ursachen haben wie Verletzungen, Gelenk- oder Wirbelsäulenerkrankungen und Entzündungen. Mit der Beseitigung der Ursache verschwindet der Schmerz. Wenn die Ursache aber nicht sofort und dauerhaft beseitigt werden kann, müssen die Schmerzen behandelt werden. Auf der Haut, im Muskel und in den Organen befinden sich spezielle Schmerzsensoren, die durch Reize wie Kälte, Hitze oder auch Entzündungen und Verschleiß im Körperinneren aktiviert werden. Diese Impulse werden über die Nervenbahnen zuerst dem Rückenmark und dann dem Gehirn übermittelt. So funktioniert zum Beispiel das reflexartige Wegziehen der Hand von der heißen Herdplatte, um sie vor ernsthaften Verletzungen zu schützen. Der Schmerz wird erst wahrgenommen, wenn das Signal im Gehirn angekommen ist. Schmerzen empfindet jeder Mensch subjektiv unterschiedlich. Sie werden beschrieben als: brennend, bohrend, pochend, stechend, hell, spitz, dumpf. Meistens gibt die Art des Schmerzes und der Ort an dem er auftritt Aufschluß über die Schmerzursache. Jedoch ist das nicht immer der Fall: So kann bei Herzbeschwerden die linke Schulter schmerzen oder bei Zahnschmerzen das Gefühl von Kopf- oder Ohrenschmerzen entstehen. Im menschlichen Körper werden eigene schmerzhemmende Stoffe, die Endorphine gebildet, die in Notfallsituationen ausgeschüttet werden und für kurze Zeit wirken. Das ist der Grund, warum Verletzungen nach einem Unfall erst viel später wahrgenommen werden. Was können Sie tun? Es ist wichtig, bei länger andauernden Schmerzen, die Ursache ärztlich zu klären und zu beseitigen. Bis die Ursache der Schmerzen geklärt ist, eignen sich in der Apotheke vorhandene Schmerzwirkstoffe, wie Ibuprofen oder Paracetomol. Spätestens nach drei Tagen sollten Sie bei Schmerzen unbedingt den Arzt aufsuchen. Länger bestehende Schmerzen verlieren ihre Warnfunktion und können zu einer eigenständigen Krankheit werden. Schmerzmittel sollten auch nicht öfter als 10 Tage im Monat eingenommen werden. Überschreiten Sie diese Mengen, müssen Sie damit rechnen, daß die Schmerzmittel selbst Schmerzen auslösen. Alternative Maßnahmen zu Medikamenten sind.
Ein Schmerztagebuch, wo Sie die Schmerzen beschreiben sowie Dauer und Häufigkeit notieren, kann dem Arzt bei der Klärung der Ursache hilfreich sein. Kopfschmerzen Jeder hat sie mal gehabt und kennt sie, die Kopfschmerzen. Sie können sehr vielfältig sein. Es gibt beidseitige dumpfdrückende Kopfschmerzen und einseitige meist hinter einem Auge auftretende, anfallsartige Kopfschmerzen. Ursachen können u. a. Verspannungen im Kopf-, Nacken- oder in der Schultermuskulatur, ungünstige / falsche Sitzhaltung am Schreibtisch oder vor dem Bildschirm sein. Migräne Die Migräne ist eine besondere Form der Kopfschmerzen, die in mehreren Phasen auftritt. Meist kündigt sich die Migräneattacke mit Vorboten an, wie Müdigkeit trotz ausreichendem Schlaf, Heißhunger auf bestimmte Speisen, Blutdruckabfall oder Gereiztheit. Kurz vor der Attacke treten dann bei der Hälfte der Betroffenen Flimmern und Flackern vor den Augen, Schleiersehen sowie weitere Sehstörungen auf, die die Mediziner als Aura bezeichnen. Bei der Migräneattacke kommt es zu starken, einseitigen, pulsierenden bzw. hämmernden Kopfschmerzen, die bei Bewegung stärker werden, meist mit Begleiterscheinungen wie Seh- und Sprachstörungen, Lärm- oder Lichtempfindlichkeit und Übelkeit. Die Beschwerden sind bei den Betroffenen so schlimm, daß diese nicht arbeiten können. Auslöser der Migräne sind von Mensch zu Mensch verschieden und können sein: Stress, manche Nahrungsmittel wie Rotwein, Schokolade, Käse, Alkohol, körperliche Belastung, Menstruation, Pille u. v. m. Zahnschmerzen Zahnschmerzen können sehr qualvoll sein. Sie machen uns aber auch auf Krankheiten im Bereich der Zähne aufmerksam und erfüllen damit eine Schutzfunktion. Sie treten meist bei Zahnerkrankungen wie Karies (Zahnfäulnis durch Bakterien), Parodontitis (entzündliche Veränderung des Zahnfleisches und des Zahnbettes), empfindlichen Zähnen durch freiliegende Zahnhälse oder Entzündungen der Zahnwurzeln auf. Wenn es nicht möglich ist sofort zur Behandlung zum Zahnarzt zu gehen, können Sie versuchen die Zahnschmerzen mit Schmerzmitteln zu lindern. Dabei können zusätzlich altbewährte Methoden hilfreich sein, wie Eispackungen oder kalte Umschläge auf die Wangen; Nelkenöl (wirkt leicht betäubend, schmerzstillend und desinfizierend) oder Salbei- oder Kamillenspülungen. Schmerzen während der Menstruation Viele Frauen kennen das: vor und während den ersten Tagen der Monatsblutung kommt es zu Beschwerden wie Schmerzen im Unterleib und im Rücken, Kopfschmerzen, Migräne, Stimmungsschwankungen und vielen anderen Symptomen. Diese werden in der Medizin prämenstruelles Syndrom (PMS) genannt. Am Ende eines Frauenzyklus wird nach nichterfolgter Befruchtung die Gebärmutterschleimhaut ausgestoßen. Dazu zieht sich die Gebärmuttermuskulatur zusammen. Je krampfartiger dieses Zusammenziehen ist, desto schmerzhafter kann es für die Frau werden. Sehr hilfreich ist es, wenn Sie einen Zykluskalender führen und ungefähr wissen, wann Ihre nächste Periode ansteht. In diesen Tagen sollten Sie dann Stress vermeiden. Bevor die Schmerzen eintreten, können bewährte Schmerzmittel eingenommen werden. So sind Sie in Ihrer alltäglichen Arbeit uneingeschränkt und können Ihrer gewohnten Tätigkeit nachgehen. Magnesiumpräparate aus der Apotheke wirken sich prophylaktisch eingenommen positiv auf PMS aus. Eine Wärmflasche auf den Bauch
oder ein heißes Bad sind zusätzlich schmerzlindernd. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an
|