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Fußpilz: mehr als nur ein kosmetisches Problem!

Fußpilze zählen zu den weitverbreitetsten Erkrankungen unserer Bevölkerung. So mancher Schwimmbadbesucher dürfte dies schon am eigenen Fuß erfahren haben. Oft merkt man die ersten Anzeichen gar nicht. Erst wenn die Haut juckt und gerötet ist, denkt man an Fußpilz. Bei einer schweren Infektion klagen nicht wenig Betroffene sogar über Schmerzen beim Gehen. Auch die kosmetischen Veränderungen können, besonders im Sommer, das Wohlbefinden beeinträchtigen, weil man zum Baden gehen oder offene Sandalen tragen will. Eine Behandlung der Pilzinfektion ist in jedem Fall zu empfehlen. Schließlich sollte auch nicht vergessen werden, daß jeder unbehandelte Patient für seine Mitmenschen einen potentiellen lnfektionsherd darstellt.

Was sind die Ursachen für eine Erkrankung der Füße mit Pilzen?

Auslöser für diese Mykosen (Pilzerkrankungen) sind  eine Vielzahl verschiedener Pilze, die in  den  obersten Hautschichten wachsen. In 90 % der Falle sind dies Fadenpilze, sogenannte Dermatophyten. Gelegentlich sind auch andere Pilze, beispielsweise Hefepilze wie Candida albicans, oder verschiedene Bakterien mit dabei. Als unsichtbares netzartiges Geflecht breiten sie sich auf unseren Füßen aus und können unter für sie günstigen Bedingungen die unterschiedlichsten Beschwerden verursachen. Am besten entwickeln sich Pilze in einem feuchten Klima. Feuchte Füße, beispielsweise durch nicht atmungsaktives Schuhwerk oder mangelndes Abtrocknen der Zehenzwischenräume, bieten den Pilzen die ideale Lebensgrundlage.

Wie äußern sich Pilzinfektionen und welche Beschwerden treten auf?

Eine Infektion der Füße mit Pilzen kann sich sehr vielfältig äußern. Die Haut ist rot und gereizt, sie schuppt sich und es können schmerzhafte Wundflächen, Bläschen und Hautrisse entstehen. Manchmal wird dies von starkem Juckreiz begleitet. Am häufigsten betroffen sind die Zehenzwischenräume, weil sich hier leicht feuchte kleine Kammern bilden, in denen sich Pilze besonders “wohl fühlen”. Bläschen dagegen sind mehr unter den Zehen und in Teilbereichen der Fußsohle zu finden. Ist die Haut im gesamten Fußsohlenbereich und an den seitlichen Fußrändern trocken und schuppig, wird dies nicht immer als Pilzerkrankung erkannt.

Wo und wie können Sie sich anstecken?

Überall, wo viele Menschen ohne Schuhwerk laufen lauert die Gefahr. Schwimmbäder, Saunen, Fitneßstudios, Sporthallen, Kasernen, Jugendherbergen, Hotelzimmer, öffentliche Waschräume sowie die eigene Wohnung zählen zu den  häufigsten  Ansteckungsquellen.  Besonders Schwimmbäder  und  Saunen gelten  immer  noch als Hauptübertragungsorte, obwohl dies wissenschaftlich nie belegt wurde. Neuere Studien weisen eher dahin, daß die eigene Familie die größte Infektionsstelle ist, weil dort am meisten barfuß gelaufen wird und oftmals Handtücher und Waschlappen gemeinsam benutzt werden.

Übertragen wird die Pilzinfektion durch sogenannte Sporen; dies sind die Fortpflanzungsorgane der Pilze. Sie sitzen auf abgeriebenen Hautschuppen und können dort mehrere Wochen überleben und überall verteilt werden. Sie haften auf den Böden, Badematten, Handtüchern, Waschlappen, Bettwösche, Schuhen etc. Die Pilze gelangen dadurch auf Ihre Füße und unter günstigen Bedingungen kann eine lnfektion entstehen. Besonders leicht haben es die Pilze, wenn die Haut verletzt ist. Sie können dann direkt in die tieferen Hautschichten gelangen und eine Infektion hervorrufen.

Was Sie selbst bei bestehendem Fußpilz tun können!

Die Behandlung von Fußpilz ist meist ein Geduldspiel. Arzneimittel mit pilztötenden Wirkstoffen, sogenannte Antimykotika, werden auf die erkrankten Hautstellen aufgetragen und lassen die sichtbaren Hautveränderungen verschwinden  Meist verwendet man Breitspektrum-Antibiotika mit gleichzeitger antibakteriellen Wirkung, da neben Pilzen oft auch Bakterien die Infektion verursachen. In Form von Cremes haben sie gleichzeitig eine pflegende Wirkung.

Eine besondere Hygiene, intensive Fußpflege sowie besondere Vorsichtsmaßnahmen (siehe auch bei “Wie können Sie einer Fuß-Mykose vorbeugen?”) unterstützen dabei die Behandlung. In der Regel wäscht man morgens und abends die Füße, trocknet die Zehenzwischenräume gründlich, und reibt danach das Antimykotikum ein. Die Behandlungsdauer ist unterschiedlich und ist abhangig vom Ausmaß der Infektion. Um eine komplette Ausheilung zu erreichen, ist es wichtig die Behandlung noch 2 - 4 Wochen fortzusetzen, wenn die sichtbaren Krankheitszeichen verschwunden sind.

Wie können Sie einer Fuß-Mykose vorbeugen?

Trotz aller modernen Desinfektionsmittel und Antimykotika hat die Hdufigkeit der Fußpilzerkrankungen in den letzten Jahrzehnten nicht abgenommen. Und da der Kontakt mit Pilzen in unserer Umgebung kaum zu vermeiden ist, sind vorbeugende Maßnahmen der beste Schutz vor einer Infektion:

  • Feuchtigkeit an den Füßen vermeiden!
  • Regelma.ßig die Füße untersuchen, dabei auf Rötungen und Schuppungen in den    Zehenzwischenräumen achten.
  • Gründliches Abtrocknen der Füße und der Zehenzwischenräuume mit einem trockenen Handtuch, eventuell trockenfönen.
  • Für die Füße eigenes Handtuch benutzen, sonst besteht Verschleppungsgefahr der Pilze auf andere Hautbereiche.
  • Handtuch mindestens einmal wöchentlich wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen oder desinfizierende Zusötze verwenden, um die Pilzsporen abzutöten.
  • Jede Person im Haushalt hat ihr eigenes “Fußhandtuch”.
  • Luftdurchlössige Schuhe und Strümpfe tragen, am besten aus Baumwolle.
  • In Hotelzimmern und öffentlichen Einrichtungen möglichst nicht barfuß laufen und eigene Badeschuhe und Hausschuhe tragen.
  • Schuhe mit Spray oder Puder desinfizieren und richtig austrocknen lassen
  • Bei Schweißfußproblemen ist die Benutzung einer austrocknenden Creme sinnvoll.
  • Trockene Füße regelmäßig eincremen, da sich Pilze in rissiger Haut gerne einnisten.
  • 1 -2 x wöchentliches Eincremen der Zehenzwischenröume und der Fußsohlen mit einer wirkstoffhaltigen Creme schützt wirkungsvoll.
  • Bei Diabetes, arteriellen Durchblutungsstörungen und geschwächter lmmunabwehr besonders sorgfältig auf die Fußpflege achten.

Wann sollten Sie zum Arzt/zur Ärztin gehen?

Meist läßt sich eine Pilzinfektion der Füße mit einer lokalen Therapie, beispielsweise mit einem Antimykotikum zum Eincremen und einer entsprechenden Fußpflege erfolgreich behandeln, ohne den Arzt aufsuchen zu müssen. Bei immer wiederkehrenden Beschwerden, offenen Hautstellen oder bei Befall der Fußnägel, Fußballen und Fußsohlen sollten Sie allerdings zum Arzt gehen. Pilzinfektionen können auch auf andere Krankheiten hinweisen oder mit anderen Erkrankungen verwechselt werden. Der Arzt/die Ärztin kann dies abklären und eine geeignete Behandlung verordnen.

  Bei Fragen wenden Sie sich bitte an

Ihr Team der Römer-Apotheke

 

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