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Hilfe bei Übelkeit und Erbrechen

Übelkeit und Erbrechen sind häufige Begleitsympfome verschiedenster Gesundheitsstörungen. Wird die Übelkeit stark genug, ziehen sich die Magenwände unwillkürlich zusammen und befördern den Mageninhalt über die Speiseröhre und den Mund nach außen. Ganz gleich, ob den Beschwerden nur eine leichte Unpäßlichkeit oder eine schwerere Erkrankung zugrunde liegt, in jedem Fall sind Übelkeit und Erbrechen lästig und unangenehm.

Was verursacht Übelkeit und Erbrechen?

Erbrechen ist ein wichtiger Schutzreflex, den das Gehirn steuert. Auslösen können ihn Reize aus ganz verschiedenen Bereichen:

    >   Reize aus dem Bereich des Magens und Darms: Infektionen des Magens und Darms, Lebensmittelvergiftungen, Lebensmittel­Unverträglichkeiten, Magenschleimhautentzündung, Geschwüre des Magens oder des Zwölffingerdarmes, Leberentzündung, Gallensteine, Darmverschluß und Tumorerkrankungen sind hier die wichtigsten Ursachen.

    >   Veränderungen des Stoffwechsels, zum Beispiel in der Schwangerschaft, bei Erkrankungen der Leber, Nieren, Störungen der Schilddrüse und anderer Hormondrüsen oder bei Zuckerkrankheit.

    >   Medikamente und Gifte, beispielsweise übermäßiger Alkoholgenuß, Chemotherapie von Tumoren oder Schwermetallvergiftungen.

    >   Ursachen, die direkt mit dem Nervensystem zusammenhängen. Neben lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Hirnblutung oder Hirnhautentzündung sind es oft auch leichtere, wie Migräne, oder meist harmlose, wie die Reisekrankheit, also Übelkeit und Erbrechen auf Reisen, bekannt als Seekrankheit, Luftkrankheit und Ubelkeit beim Mitfahren in Autos oder in der Bahn.

Wie können Sie Übelkeit und Erbrechen vorbeugen?

    >   Lebensmittelvergiftungen lassen sich verhindern, indem man nur frische, saubere Speisen verzehrt und möglicherweise verdorbene Nahrungsmittel lieber einmal zu viel als einmal zu wenig wegwirft.

    >   Ohne übermäßigen Genuß von Alkohol gibt es keinen »Kater«.

    >   Die Reisekrankheit entsteht, weil das Gehirn mit widersprüchlichen Sinnesreizen überflutet wird. Wenn Sie während einer kurvenreichen Auto- oder rumpeligen Bahnfahrt lesen, ruht das Blatt eher still vor Ihren Augen. Gleichzeitig gibt das Gleichgewichtsorgan ständig Lageänderungen ans Gehirn weiter. Diese gegensätzlichen Wahrnehmungen können unser Nervensystem durcheinanderbringen und Übelkeit oder Erbrechen auslösen. Wenn Sie zur Reisekrankheit neigen, sollten Sie es deshalb vermeiden, während der Fahrt oder des Fluges zu lesen. Schauen Sie statt dessen lieber in Fahrtrichtung aus dem Fenster. Dazu hat es sich bewährt, vor der Reise gut auszuschlafen, die Reise gelassen anzugehen und kurz vor Reisebeginn eine Kleinigkeit zu essen. Erschöpfung, Streß und ein ganz voller oder ein ganz leerer Magen fördern die Reiseübelkeit! Gegen Übelkeit und Erbrechen, die Symptome der Reisekrankheit, helfen auch bestimmte Medikamente. Da diese Arzneimittel müde machen können, vor allem zu Beginn der Einnahme, nach Schlafmangel oder im Zusammenwirken mit Alkohol, kann die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt sein.

Was tun, wenn es zum Erbrechen kommt?

Solange der Brechreiz andauert, sollten Sie nichts zu sich nehmen. Doch verliert der Körper durch das Erbrechen Flüssigkeit und Mineralien. Diese Verluste können ein bedrohliches Ausmaß erreichen. Deshalb ist es wichtig, wieder Flüssigkeit und Mineralien zuzuführen, sobald die Übelkeit etwas nachläßt. Natürlich sollten Sie mit der Flüssigkeitszufuhr erst beginnen, wenn das Trinken kein erneutes Erbrechen mehr auslöst. Als Getränke eignen sich dann Tees, zum Beispiel Kamillen- oder Baldriantee, und Mineralwässer, gemischt mit Salz und etwas Zucker Auch spezielle Elektrolyt-Brausetabletten beziehungsweise Elektrolytgetrönke aus der Apotheke können die Verluste ausgleichen. Trinken Sie bitte in kleinen Schlucken und nicht zu viel auf einmal, um kein neuerliches Erbrechen auszulösen. Ungeeignet als Getränke nach dem Erbrechen sind Alkohol und Kaffee, da sie den Magen reizen und über ihre harntreibende Wirkung weitere Flüssigkeits- und Mineralienverluste auslösen können.

Wenn Sie wieder etwas essen wollen und können, beginnen Sie mit leichten Speisen in kleinen Mengen, zum Beispiel mit etwas Zwieback, Salzstangen, Pudding, geriebenem Apfel oder Haferschleim. Vermeiden Sie fette, scharfe oder andere Speisen, von denen Sie wissen, dass sie Ihren Magen reizen können.
Hilfreich ist es, vor dem Trinken oder Essen den Mund auszuspülen, um den unangenehmen Geschmack des Erbrochenen zu entfernen.
Auch frische Luft und kaltes Wasser auf Gesicht und Hände werden oft als angenehm nach dem Erbrechen empfunden.

Wann sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen?

Bei lang andauerndem Erbrechen sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, damit er die Ursache des Erbrechens feststellen und behandeln kann. Außerdem kann er dann untersuchen, ob Sie zu viel Wasser und Mineralien verloren haben. Gefährdet durch die Flüssigkeitsverluste sind insbesondere Kinder und ältere Menschen. Deshalb sollten sie sich schon frühzeitig in ärztliche Behandlung begeben, um möglicherweise lebensbedrohlichen Mangelzuständen vorzubeugen. Besonders viel Flüssigkeit verliert der Körper, wenn das Erbrechen mit Durchfällen einhergeht. Darum ist auch bei Brechdurchfall wichtig, frühzeitig einen Arzt zu besuchen.

Da Übelkeit und Erbrechen Symptome einer schwerwiegenden Erkrankung sein können, sollten Sie auch bei länger andauernden oder immer wiederkehrenden leichteren Formen von Übelkeit und Erbrechen zum Arzt gehen. Gleiches gilt, wenn andere Krankheitszeichen Übelkeit und Erbrechen begleiten, zum Beispiel:

  • Fieber, es weist meist auf eine Infektion hin,
  • Leibschmerzen, sie können unter anderem auf eine Lebensmittelvergiftung oder auf einen Darmverschluß hinweisen,
  • gelb gefärbtes Erbrochenes, oft Zeichen einer Gallenerkrankung
  • schwarzes Erbrochenes, das oft auf eine Magenblutung hindeutet, oder
  • rotes Erbrochenes, nicht selten Zeichen einer Blutung in der Speiseröhre.

Wo bekommen Sie Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen?

Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen erhalten Sie nur in ihrer Apotheke.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an

Ihr Team der Römer-Apotheke

 

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